Zeit ist Geld!?

9. Mai 2012

 

Hallo geistreich-Freunde,

die Prüfungen sind erfolgreich absolviert, der Stress ist weg und endlich hab ich nicht nur wieder Zeit für den Blog, sondern kann auch meine angehäuften Minusstunden auf der Arbeit abbauen.

Dazu heißt es aber erst einmal: Raus aus dem Bett, rein in die Klamotten, raus aus der Wohnung, rein in die Bahn, raus aus der Bahn, einmal Frühstück bei Backwerk und rein ins Arbeitsvergnügen. Klingt auf den ersten Blick nach einem Standardmorgen. Ist es meistens auch. Aber das Interessante daran ist, dass jeden Tag aufs neue die gleiche Dinge passieren. Erwachsene Menschen, die die fahrende Rolltreppe hocheilen und dabei diejenigen, die auf ihr stehen zur Seite drängen oder, meist sogar in Anwesenheit von Kindern, über rote Ampel oder sogar an geschlossenen Bahnschranken vorbeirauschen.

Sicherlich mag jetzt der ein oder andere sagen: “Ist doch alles nicht so schlimm. Gut, wenn Kinder dabei sind, ist das nicht richtig, aber, wenn keine da sind, dann stört das doch auch keinen?!” Das mag vielleicht stimmen, aber ich frage mich dann immer, ob es die Menschen wirklich so eilig haben, dass sie nicht einmal die eine Minute an der Ampel warten können oder einfach die Bequemlichkeit der Rolltreppe genießen können.

Ich denke, jeder von uns ist schonmal in Eile gewesen. Wenn die Rolltreppe dann leer ist, nutz man auch schonmal die fahrende Rolltreppe als hilfreiche Beschleunigung. Aber, wenn mir mal ganz genau nachdenken, erkennen wir, dass wir damit höchsten eine Sekunde einsparen. Müsste man sich dann noch an stehenden Menschen vorbeizwängen, wäre die normale Treppe sicherlich schneller. Und Treppenstufen geht man damit auch nicht weniger. Auch die ignorierte rote Ampel schenkt uns nicht mehr Zeit. Denn, wenn ich am Tag nicht wenigstens ein paar Minuten an einer Ampel “vergeuden” kann oder sogar auf jede einzelne Sekunde angewiesen bin, dann läuft doch in meinem Leben etwas falsch.

Ich persönlich bin stets froh, zwischendurch einfach einmal durchschnaufen zu können. Sei es an einer roten Ampel oder auf einer Rolltreppe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich schnell außer Atem bin, sondern einfach nur damit, dass ich mein Leben gerne genieße und mich nicht schon frühmorgens (und erst recht nicht nach einem stressigen Arbeitstag) von weiterem Stress und Eile beherrschen lassen möchte.

Wenn ihr also das nächste Mal an einer roten Ampel steht oder die Rolltreppe nutzt, dann bleibt einfach stehen und genießt einmal den stressfreien Augenblick. Und glaubt mir, es wird sich für euch lohnen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen gechillten Tag.

Euer Tobias

http://www.geistreich-koeln.de/blog/zeit-ist-geld


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